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Aktuelles

NMS Martinsberg Pflanz „Wald der Zukunft!“    

Die Schüler der dritten Klasse der NMS Martinsberg pflanzten gemeinsam mit Waldbauexperte Herbert Grulich einen Wald der Zukunft. Dazu stellte die Gemeinde Martinsberg ein 600ar großes Grundstück in Edelsberg zu Verfügung.

Bei der Planung der Bepflanzung, welche auch durch die Schüler erfolgte, wurde besonders auf die Gestaltung eines ökologisch wertvollen Waldrandes wertgelegt. In Kleingruppen pflanzten die Schüler am 19. Okt. Sträuchergruppen sowie verschiedene Wild Obst Sorten. Damit wurde ein wichtiger Lebensraum Kleinvögel, Schmetterlinge sowie Wildtiere vor Ort geschaffen.

Bei den gepflanzten Baumgruppen im inneren Teil des Waldes wurde besonders auf eine klimafit und biodiverse Artenvielfalt geachtet. Der „Wald der Zukunft“ kann von Waldbesitzern jederzeit besichtigt werden und liefert so Anregungen für die eigene Aufforstung.

Der Verein zur Förderung des Waldes hat diese Aktion unterstützt.

© Waldviertler Kernland

Bürgermeister mit Schülern
 
Gruppenfoto
Herbert mit Schüler
 

60.000 Bäume für den Zukunftswald

Auch der Verein zur Förderung des Waldes war bei der „PEFC – Baumpflanzaktion“ am 25. September in Weikertschlag vertreten! Obmann Gerhard Blabensteiner und Obmannstellvertreter Herbert Grulich pflanzten mit den Schülerinnen und Schülern im Betrieb Mendlig einen klimafitten Wald.

Die „Wunschwald“-Aktion von BAUHAUS, LOGOCLIC und PEFC mit Aufforstungsarbeiten in Österreich fand im September nun ihren erfolgreichen Abschluss.

Im Rahmen der Baumpflanzaktion im Waldviertel und mit tatkräftiger Unterstützung von Schülerinnen und Schülern der Volksschulen Waldkirchen an der Thaya und Raabs an der Thaya wurden die restlichen Setzlinge in die Erde gebracht. 

Der Erwerb der jungen Bäume für diese Pflanzaktionen wurde durch LOGOCLIC und die BAUHAUSFachcentren möglich gemacht. Für je 5 m2 verkauften Laminatfußboden „LOGOCLIC Wunschwald Edition“ wird ein Baum gepflanzt.

Im Jahr 2019 kamen so insgesamt 60.000 Bäume für Österreich zusammen, die 2020 nun gepflanzt wurden. Die Entscheidung, Schülerinnen und Schüler in die Pflanzaktion einzubeziehen, wurde von den Initiatoren bewusst getroffen – schließlich sind die Kinder die Entscheider von morgen.

Das Bewusstsein für Natur, Umwelt und Wirtschaft stärken, um unsere Ressourcen langfristig nutzen zu können. In Kooperation mit PEFC wurden geeignete Flächen zur Wiederaufforstung ausgewählt 

Gruppenfoto
 
 

Vereinsvorstand entwarf Waldleitbild

WALDLEITBILD

zur Betreuung der Wälder waldferner Waldbesitzer

Generelle Leitlinie:

  • Ziel: ein künftig klimafitter, zukunftsfähiger, standorttauglicher und ertragsoptimierter Mischwald
  • Unsere Orientierung: Wuchsgebiete Österreichs
  • Standörtliche Orientierung an der natürlichen Waldgesellschaft vor Ort
  • Wenn möglich: Naturverjüngung vor Aufforstung
  • Keine Monokulturen
  • Kein Herbizid- und Gifteinsatz
  • Keine neuen Entwässerungen

Bestandesgründung aus Naturverjüngung:

  • Baumartenspezifische Förderung der Naturverjüngung in Altbeständen (Schirmstellung, Förderung der Fruktifikation von Altbäumen)
  • Mischungsregelung der Baumartenanteile in der Naturverjüngung zugunsten eines standorttauglichen Jungwuchses
  • Belassen auch von Mischbaumarten, die derzeit forstlich nur wenig gefördert werden (z.B. Birke, Zitterpappel, Schwarzerle, Eberesche, Weiden …)
  • Berücksichtigung kleinörtlich unterschiedlicher Standortverhältnisse (Boden: Nässe, Trockenheit, Streurechen …, Mikroklima, Exposition)
  • Rechtzeitige Pflegeeingriffe bei der Jungwuchspflege mit Stammzahlreduktion sowie bei Erst- und Zweitdurchforstungen um äsungstaugliche Bodenvegetation zu erhalten

Aufforstungen/Bestandesumwandlungen:

  • Richtige Baumart auf geeignetem Standort
  • Maximal 20% Gastbaumarten
  • Mischbaumarten werden nicht einzeln sondern in Gruppen gepflanzt (z.B. Durchmesser der Krone eines Altbaumes)
  • Einzelschutz für Mischbaumarten, Zäunung nur bei extremer Verbissbelastung, dann einflechten UV-beständiger Plastikbänder zwecks Vogelschutz
  • Belassen von nicht fängischem Wipfelholz und sperrigen Ästen als Verbissschutz für zusätzliche Verjüngung, z.B. bei Käferflächen
  • Ausmähen von Kulturen, die durch Schlagvegetation bedrängt sind, nach Möglichkeit immer erst nach Ende der Rehbrunft 

Begleitende Maßnahmen:

  • Einbindung des Jagdausübungsberechtigten zur Vermeidung von Wildschäden
  • Monitoring des Wildeinflusses mit Verbisskontrollgattern und/oder Verbisstrakten
  • Belassen von Höhlenbäumen sowie liegendem und stehendem, nicht fängischem Totholz
  • Permanente Kontrolle käfergefährdeter Standorte mit Käferfallen in geeigneter Distanz zu den Waldbeständen
  • Beratung bei der Beantragung von Förderungen, die der Entstehung standorttauglicher Mischwälder dienen, z.B. Nutzung der Wildökolandaktion des NÖLJV
  • Begleitende Beratung in Richtung höherwertiges Sägerundholz 

Die ersten Waldbetreuer sind bereit!

Ende April startete die Koordinierungsstelle Wald die Suche nach Waldbetreuern. Mitbringen sollen diese Freude an der eigenständigen Waldarbeit, eine Ausbildung als Forstfacharbeiter oder langjährige Erfahrung in der Waldarbeit. Die Waldbetreuer werden im Besonderen waldferne Waldbesitzer bei der Betreuung ihres Waldes in der Region Waldviertler Kernland unterstützen. Im Zentrum steht dabei die rasche Aufarbeitung von Käferbäumen, um die Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen.

Es haben sich bereits über 20 zukünftige Waldbetreuer aus unterschiedlichen Gemeinden der Region gemeldet. Am 14. und 18. Mai fanden die ersten Abstimmungsgespräche statt. Zu Beginn stellten sich die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle Wald vor und präsentierten das Angebot der Koordinierungsstelle Wald. Dieses beinhaltet, neben der Vermittlung der Waldbetreuer an waldferne Waldbesitzer, im Besonderen Bewusstseinsbildung für die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Waldbetreuung, sowie einer raschen Aufarbeitung von Käferschäden.

Bei den Treffen - welche im Freien abgehalten wurden - fand eine rege Diskussion zum Umfang der unterschiedlichen Waldbetreuungspakete statt. Auch das Thema Abfuhr und (Zwischen-) Lagerung wurden diskutiert. Am Ende des Treffens wurden mit den Teilnehmern die nächsten Schritte besprochen.

In den nächsten Wochen werden alle Waldeigentümer der Region kontaktiert und über die Angebote der Koordinierungsstelle und die Waldbetreuung informiert.

Waldbetreuerveranstaltung

Bild: Koordinierungsstelle Wald (von links): Christian Mistelbauer, Andreas Hackl, Leopold Neuninger, Andreas Kolm, Martin Sandler, Lukas Hochwallner (Mitarbeiter Koordinierungsstelle Wald), Christa Bauer, Karl Teuschl, Jürgen Lichtenwallner, Fritz Hackl, Thomas Wagner, Walter Früwirth  

Außerdem wird gemeinsam mit Little Prinz Productions ein Video über den Angebotsumfang der Waldbetreuung erstellt.

Wenn auch Sie Waldbetreuer werden möchten, können sie sich weiterhin bei der Koordinierungsstelle Wald melden. Diese, vom Verein zur Förderung des Waldes errichtete, unabhängige Stelle, wird von Lukas Hochwallner aus der Gemeinde Bad Traunstein betreut. Nach der Matura am Francisco Josephinum in Wieselburg und einem Praktikum in Neuseeland studierte er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (BWL) an der Wirtschaftsuniversität Wien, welches er vor Kurzem abgeschlossen hat. 

 

 

 



Verein zur Förderung des Waldes

Obmann Gerhard Blabensteiner
gb@messewieselburg.at