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Aktuelles

Vereinsvorstand entwarf Waldleitbild

WALDLEITBILD

zur Betreuung der Wälder waldferner Waldbesitzer

Generelle Leitlinie:

  • Ziel: ein künftig klimafitter, zukunftsfähiger, standorttauglicher und ertragsoptimierter Mischwald
  • Unsere Orientierung: Wuchsgebiete Österreichs
  • Standörtliche Orientierung an der natürlichen Waldgesellschaft vor Ort
  • Wenn möglich: Naturverjüngung vor Aufforstung
  • Keine Monokulturen
  • Kein Herbizid- und Gifteinsatz
  • Keine neuen Entwässerungen

Bestandesgründung aus Naturverjüngung:

  • Baumartenspezifische Förderung der Naturverjüngung in Altbeständen (Schirmstellung, Förderung der Fruktifikation von Altbäumen)
  • Mischungsregelung der Baumartenanteile in der Naturverjüngung zugunsten eines standorttauglichen Jungwuchses
  • Belassen auch von Mischbaumarten, die derzeit forstlich nur wenig gefördert werden (z.B. Birke, Zitterpappel, Schwarzerle, Eberesche, Weiden …)
  • Berücksichtigung kleinörtlich unterschiedlicher Standortverhältnisse (Boden: Nässe, Trockenheit, Streurechen …, Mikroklima, Exposition)
  • Rechtzeitige Pflegeeingriffe bei der Jungwuchspflege mit Stammzahlreduktion sowie bei Erst- und Zweitdurchforstungen um äsungstaugliche Bodenvegetation zu erhalten

Aufforstungen/Bestandesumwandlungen:

  • Richtige Baumart auf geeignetem Standort
  • Maximal 20% Gastbaumarten
  • Mischbaumarten werden nicht einzeln sondern in Gruppen gepflanzt (z.B. Durchmesser der Krone eines Altbaumes)
  • Einzelschutz für Mischbaumarten, Zäunung nur bei extremer Verbissbelastung, dann einflechten UV-beständiger Plastikbänder zwecks Vogelschutz
  • Belassen von nicht fängischem Wipfelholz und sperrigen Ästen als Verbissschutz für zusätzliche Verjüngung, z.B. bei Käferflächen
  • Ausmähen von Kulturen, die durch Schlagvegetation bedrängt sind, nach Möglichkeit immer erst nach Ende der Rehbrunft 

Begleitende Maßnahmen:

  • Einbindung des Jagdausübungsberechtigten zur Vermeidung von Wildschäden
  • Monitoring des Wildeinflusses mit Verbisskontrollgattern und/oder Verbisstrakten
  • Belassen von Höhlenbäumen sowie liegendem und stehendem, nicht fängischem Totholz
  • Permanente Kontrolle käfergefährdeter Standorte mit Käferfallen in geeigneter Distanz zu den Waldbeständen
  • Beratung bei der Beantragung von Förderungen, die der Entstehung standorttauglicher Mischwälder dienen, z.B. Nutzung der Wildökolandaktion des NÖLJV
  • Begleitende Beratung in Richtung höherwertiges Sägerundholz 

Die ersten Waldbetreuer sind bereit!

Ende April startete die Koordinierungsstelle Wald die Suche nach Waldbetreuern. Mitbringen sollen diese Freude an der eigenständigen Waldarbeit, eine Ausbildung als Forstfacharbeiter oder langjährige Erfahrung in der Waldarbeit. Die Waldbetreuer werden im Besonderen waldferne Waldbesitzer bei der Betreuung ihres Waldes in der Region Waldviertler Kernland unterstützen. Im Zentrum steht dabei die rasche Aufarbeitung von Käferbäumen, um die Ausbreitung des Borkenkäfers einzudämmen.

Es haben sich bereits über 20 zukünftige Waldbetreuer aus unterschiedlichen Gemeinden der Region gemeldet. Am 14. und 18. Mai fanden die ersten Abstimmungsgespräche statt. Zu Beginn stellten sich die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle Wald vor und präsentierten das Angebot der Koordinierungsstelle Wald. Dieses beinhaltet, neben der Vermittlung der Waldbetreuer an waldferne Waldbesitzer, im Besonderen Bewusstseinsbildung für die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Waldbetreuung, sowie einer raschen Aufarbeitung von Käferschäden.

Bei den Treffen - welche im Freien abgehalten wurden - fand eine rege Diskussion zum Umfang der unterschiedlichen Waldbetreuungspakete statt. Auch das Thema Abfuhr und (Zwischen-) Lagerung wurden diskutiert. Am Ende des Treffens wurden mit den Teilnehmern die nächsten Schritte besprochen.

In den nächsten Wochen werden alle Waldeigentümer der Region kontaktiert und über die Angebote der Koordinierungsstelle und die Waldbetreuung informiert.

Waldbetreuerveranstaltung

Bild: Koordinierungsstelle Wald (von links): Christian Mistelbauer, Andreas Hackl, Leopold Neuninger, Andreas Kolm, Martin Sandler, Lukas Hochwallner (Mitarbeiter Koordinierungsstelle Wald), Christa Bauer, Karl Teuschl, Jürgen Lichtenwallner, Fritz Hackl, Thomas Wagner, Walter Früwirth  

Außerdem wird gemeinsam mit Little Prinz Productions ein Video über den Angebotsumfang der Waldbetreuung erstellt.

Wenn auch Sie Waldbetreuer werden möchten, können sie sich weiterhin bei der Koordinierungsstelle Wald melden. Diese, vom Verein zur Förderung des Waldes errichtete, unabhängige Stelle, wird von Lukas Hochwallner aus der Gemeinde Bad Traunstein betreut. Nach der Matura am Francisco Josephinum in Wieselburg und einem Praktikum in Neuseeland studierte er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (BWL) an der Wirtschaftsuniversität Wien, welches er vor Kurzem abgeschlossen hat. 

ORF zu Gast in der NMS Rappottenstein 

Am 15. April 2020 widmete sich die ORF-Freistunde dem Thema Wald und war zu Gast in der NMS Rappottenstein.

Die Schule wurde durch Schüler und Lehrer vorgestellt und es wurde den Kindern nützliches Wissen zum Thema Wald vermittelt.

Das Ergebnis lässt sich bis 22.04.2020 unter https://tvthek.orf.at/profile/ORF-1-Freistunde/13891388/ORF1-Freistunde/14048282/Schulschwerpunkt-Wald/14680214 abrufen.

Quelle: NÖN/Privat

Presseaussendung des Österreichischn Biomasse-Verbands 03.04.2020

Mit Bioenergiepaket aus der Corona- und Klima-Krise

Gemeinsame Vorwärtsstrategie „Forst Holz Energie“ gegen drohende Rezession

Das vorgelegte und breit getragene Maßnahmenpaket belebt die regionale Wirtschaft, schafft Tausende Arbeitsplätze und vereint Wald-, Umwelt- und Klimaschutz. Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes

Wien (OTS) - Der Österreichische Biomasse-Verband legt gemeinsam mit der Forstwirtschaft und den Leitbetrieben der Holzindustrie ein Sofort-Maßnahmenpaket vor, das in wenigen Monaten umsetzbar ist. Mit dem vorliegenden Paket können mehr als 25.000 Arbeitsplätze gesichert, die erneuerbare Energieproduktion um 8 Prozentpunkte erhöht, die CO2-Emissionen um 3 Millionen Tonnen gesenkt und 3 bis 4 Millionen Festmeter ungenutztes Schadholz zwischengelagert und verwertet sowie 4,5 Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst werden.

Konkret werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  • Sofortige Verlängerung des Biomasse-Grundsatzgesetzes zum Erhalt bestehender Anlagen

  • Vorzug des Ausbaus der Stromerzeugung aus Holz-KWK-Anlagen im Ökostromgesetz auf 3 TWH bis 2025; Abbau der Warteschlange für Neuprojekte noch im Jahr 2021

  • Rasche Umsetzung der Maßnahme „Raus aus dem Öl“ im Wärmemarkt

  • Aufstockung der Fördermittel für Biomasse zur Realisierung von 250 MW in Nah- und Fernwärmeanlagen und 100 MW in Prozesswärmeanwendungen bis 2025

  • Sofortige Planung und Umsetzung von mehreren Großlagern (> 2 Mio. FM) für niederwertiges Schadholz bis Ende 2021 zur Abfederung und Nutzbarmachung von Schadholz

  • Errichtung von Reallaboren zur Einspeisung von Holzgas

  • Errichtung von Großanlagen zur Versorgung der land- und forstwirtschaftlichen Maschinenparks mit fortschrittlichen Biokraftstoffen

Das gemeinsam getragene Paket ist ein erster Schritt zur intensiven Zusammenarbeit der Forstwirtschaft, Holzwirtschaft und des Bioenergiesektors im Rahmen der Vorwärtsstrategie „Forst Holz Energie“ – mit dem Ziel der Energiewende und dem schnellen Ausstieg aus der fossilen Energieabhängigkeit.

„Bioenergie ist der mit Abstand bedeutendste heimische Energieträger und mit den vorhandenen Ausbaupotenzialen die Basis der Energiewende sowie eines ernstgemeinten Klimaschutzes. Das vorgelegte und breit getragene Maßnahmenpaket belebt die regionale Wirtschaft, schafft Tausende Arbeitsplätze und vereint Wald-, Umwelt- und Klimaschutz. Es ist eine Vorwärtsstrategie gegen die drohende Rezession und wertvolles Signal in Richtung Klimaschutz. Wir wollen unsere Verantwortung für unsere gemeinsame Zukunft wahrnehmen, benötigen durch die Auswirkungen der Corona-Krise und die durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe ausgelösten Borkenkäferschäden Hilfe von der Regierung“, sagt Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse Verbandes und Vorsitzender des Ausschusses Forstwirtschaft der Landwirtschaftskammer Österreich.

„Wärme, Strom und Pellets aus heimischen Sägewerken sind die richtige Antwort auf die Klimakrise. Sie stellen eine solide Basis für die regionale Energieversorgung dar und sichern zahlreiche Arbeitsplätze im ganzen Land. Die Bioenergie und den Holzbau zu forcieren, die auf den heimisch nachwachsenden Rohstoff Holz setzen, ist eine der sinnvollsten Maßnahmen, um aus der Post-Corona-Wirtschaftskrise möglichst rasch wieder herauszukommen", erklärt Natalie Binder, Geschäftsführerin von Binderholz.

"Die Nutzung von Biomasse als Energieholz ist für uns wirtschaftlich von großer Bedeutung, da sie Verwertungsmöglichkeit für bisher nicht absetzbare Holzsortimente geschaffen hat. In vielen Fällen ist die Nutzung von Biomasse ökologisch notwendig, da dem Wald kritisches Brutmaterial etwa für Waldschädlinge wie dem Borkenkäfer entzogen wird“, sagt Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste (ÖBf).

„Die Nutzung der Bioenergie ist ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette in der heimischen Holzwirtschaft. Sie spielt in der Sägeindustrie auch eine zentrale Rolle für die Bereitstellung von Energie für diverse Verarbeitungsprozesse“, so Michael Pfeifer, Vorstandsvorsitzender der Pfeifer Gruppe.

„Wald und Holz sind wichtige Elemente zur Lösung der Klimakrise. Aber jetzt müssen die Weichen gestellt werden, um den Wald in Zukunft überhaupt erhalten zu können. Strom und Wärme aus Holz sind notwendig für die Energiewende und auch für die Erhaltung einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Jetzt Investitionen anzustoßen, ist besser als Kurzarbeit zu finanzieren“, ist Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreichs und Vorsitzender des Ausschusses Energie in der Landwirtschaftskammer Österreich, überzeugt.

„Es heißt, die Energie soll möglichst dort verbraucht werden, wo sie anfällt. Man könnte auch sagen, sie soll dort erzeugt werden, wo sie gebraucht wird. Ein Idealzustand, wenn genau dort auch der erneuerbare Brennstoff vorhanden ist. Die erneuerbare Wärme und der Ökostrom aus den Biomassekraftwerken der Holzindustrie werden an den Standorten erzeugt und dort verbraucht. Dies führt zu einer Entlastung der Stromübertragungsnetze und einer Minimierung der Netzverluste. Moderne Holzkraftwerke liefern hocheffizient erneuerbare Energie, verwerten Nebenprodukte aus der Forst- und Holzwirtschaft – und dies mit vergleichsweise geringer Kostenbelastung", sagt Rudolf Rumplmayr, Inhaber der DONAUSÄGE Rumplmayr.

„Die Bundesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm eine Holzbauoffensive, Investitionen in die Bioökonomie und eine Forcierung der Energiewende vorgesehen. Diese Maßnahmen helfen dabei, dass die Wirtschaft nach den Corona-Beschränkungen rasch wieder Fahrt aufnehmen kann, Arbeitsplätze neu geschaffen und Einkommen gesichert werden können. Außerdem dienen diese Aktivitäten dem Klimaschutz und geben damit auch unseren Kindern und Enkelkindern neue Hoffnung“, ist sich Rudolf Maximilian Rosenstatter, Obmann Waldverband Österreich, sicher.

Detaillierte Information zur Holzenergie sind in der von 300 Unternehmen der Wertschöpfungskette Holz getragenen „Welser Erklärung zur Holzenergie“ aufgearbeitet; diese ist unter folgendem LINK abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Biomasse-Verband
Antonio Fuljetic-Kristan
Tel.: +43 (0)1 533 07 97 – 31, 0660 855 6804
fuljetic@biomasseverband.at

Schwerpunkt "Wald und Holz" an der NMS Martinsberg

An der Mittelschule in Martinsberg wird eifrigst an den Themen "Wald und Holz" gearbeitet!

Auch das Thema "PEFC" wurde im Unterricht behandelt! Der Verein zur Förderung des Waldes unterstützt so wie die Klein- und KLAR-Region viele Aktivitäten.

Diese Initiative wird über das Programm "Klimaschulen" vom Klima- und Energiefonds unterstützt. 

Im Bild zu sehen sind die Klassensprecher der 2. Klasse, Alina Barth und Nico Liedl, sowie FL Anita Hinterholzer, Dir. Kornelia Hofer und Ing. Herbert Grulich (Obamm-Stellvertreter des Vereins zur Föerdung des Waldes).

Gruppenfoto Tag des Waldes
 
 

holzHAK - NEU ab Herbst 2020


 

 

 



Verein zur Förderung des Waldes

Obmann Gerhard Blabensteiner
gb@messewieselburg.at